Ich war letzte Woche zum ersten Mal Blutspenden. Ich war super nervös (sieht man immer sehr gut an den hektischen Flecken in meinem Dekolleté), aber ich dachte, ich erzähl euch einfach mal, wie das so ist.
Es gibt ein paar wichtige Vorraussetzungen, zum einen müsst ihr erst mal volljährig dafür sein und zum anderen dürft ihr natürlich nicht krank sein. Weitere Bedinungen findet ihr hier *
klick*. Ich habe daheim alles abgehakt. Als Spenderin darf man insgesamt 4 Mal im Jahr zum Spenden gehen (wir bluten ja oft genug).
Bevor es überhaupt losgeht bekommt man einen Fragebogen und einen Becher mit süßem Getränk (bitte trinken, schmeckt irgendwie wie eine Mischung aus Eistee Pfirsich und Cola) - hier wird nach verschiedenen Dingen wie nach Operationen in den letzten 12 Monaten, Piercings etc. gefragt. Dann dürft ihr zu einem Arzt, der einen kurzen Gesundheitscheck mit euch macht, meiner war sehr nett. Er misst Blutdruck und Puls, geht mit euch nochmal den Fragebogen durch und schickt euch dann weiter zur Kapillarblutabgabe. Bei mir wurde es am Ohr gemacht (und danach hatte ich ein wuuunderschönes Pflaster am Ohr kleben), dann ganz zackig die Blutgruppe bestimmt und dann noch den Hämoglobingehalt, okay bekommen und ab auf die Liege.
Dann kommt der Teil, wo man sich die total Horrorvorstellungen machen kann- die Nadel! Kurz den Arm gestaut, ein Bällchen in die Hand bekommen und -picks- die Nadel ist drin. Ihr merkt zwar wie die Nadel einsticht und es zieht einen Moment, aber dann ist das Schlimmste vorbei. 5-10 Minuten dauert es, bis 500ml in dem Beutelchen landen. Schwupps, kommt die Nadel wieder raus, man bekommt einen Druckverband, bleibt kurz auf der Liege und dann kommt das Tolle - Essen!
Ich konnte mich zwischen Käsebrötchen, Nusszopf, Wiener und Debreziner entscheiden (sind übrigens die Wienerle geworden). Zum Trinken gibt es auch wieder das lustige Zuckerwässerchen (irgendwie macht das Zeug süchtig), Tees und Kaffee. 30 Minuten müsst ihr essen bzw. euch ausruhen. Danach durfte ich mir etwas bei einem riesen Geschenktisch aussuchen und ganz der Kosmetikfreak wurde es ein Duschgelset. Es gab lauter nützliche Alltagsgegenstände - Autowaschlappen, LED Taschenlappen, Playmobilesets für Kinder etc.
Der Verband muss mindestens 4 Stunden am Arm bleiben (mein Arm war etwas schwach, aber ich konnte hier trotzdem gut tippen), außerdem dürft ihr keinen Sport machen, heiß baden/duschen, rauchen und keinen Alkohol trinken.
Das Blut wird unter anderem für diese *
klick* Personengruppen verwendet. Warum ich mein Blut hergeben habe - ich kann jeder Zeit zu einer dieser Gruppen dazugehören und solange es mir gut geht, helfe ich liebend gern anderen Leuten.
Noch eine Bitte - bitte, bitte, bitte trinkt ausreichend und isst zuvor etwas. Es ist doch etwas anstrengend, man fühlt sich danach leicht schwach.
Am Tag darauf hatte ich kaum Probleme, nur hatte ich das Gefühl, ich hätte leichten Muskelkater im linken Arm. Außerdem war ich nach dem Treppensteigen sehr außer Puste, das vergeht aber ruck zuck.
Einen Blutspendeausweis bekommt man ca. 1 Monat später zugeschickt. Alles in allem ist das ganze Blutspenden gar nicht schlimm, der Gedanke an sich ist 1000x schlimmer und ich werde defenetiv noch öfters gehen, denn eine knappe Stunde und etwas Blut - dann bin ich vielleicht sogar ein Lebensretter.